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\footnotesize The thesis examines how critique and resistance can be re-theorised in the context of the rapidly growing presence of Generative Artificial Intelligence (genAI) by first situating these systems within Gilles Deleuze’s account of control societies. In this framework, classical institutions give way to computationally reinforced infrastructures that operate through personalised, flexible, and continuous modulation, reshaping the field in which subjectivation unfolds. Earlier AI systems have already shown a striking resemblance to the formulation of control through predictive relevance assignment and behavioural personalisation; contemporary genAI models go a step further with their novel capabilities and actively participate in the production of knowledge, rendering them important agents in the formation of human subjectivity. After a theoretical, historical, and technical analysis, the thesis also examines central contemporary debates around genAI, interrogating the nature of knowledge production in transformer-based architectures, the conditions of human–machine interaction, the reconfiguration of agency, and competing visions of model development. Drawing on Gilles Deleuze and Félix Guattari’s project Capitalism and Schizophrenia, it mobilises concepts such as desiring-production, schizoanalysis, and nomadology to build a theoretical scaffold for rethinking how generative infrastructures and human–machine interactions might be shaped into divergent, non-sedimentary formations. Combining this framework with experimental interventions into model behaviour, the study argues that possibilities for critique and resistance emerge immanently within generative systems and their communicative dynamics. With the display of interventions like weight amplification, artificial curiosity, and counter-sequencing, the thesis demonstrates how generative dispositifs can be repurposed to activate divergent potentials, offering a micropolitical framework for critique and resistance.
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\footnotesize Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Kritik und Widerstand im Kontext der rasant zunehmenden Präsenz von Generativer Künstlicher Intelligenz (genAI) neu theoretisiert werden können, indem diese Systeme zunächst innerhalb von Gilles Deleuze’ Konzept der Kontrollgesellschaften verortet werden. In diesem Rahmen treten klassische Institutionen zugunsten rechnergestützter Infrastrukturen zurück, die durch personalisierte, flexible und kontinuierliche Modulation operieren und so das Feld neu gestalten, in dem sich Prozesse der Subjektivierung entfalten. Frühere KI-Systeme zeigten bereits eine auffällige Ähnlichkeit zur Formulierung von Kontrolle durch prädiktive Relevanzzuweisung und verhaltensbezogene Personalisierung; zeitgenössische genAI-Modelle gehen mit ihren neuartigen Fähigkeiten jedoch einen Schritt weiter und nehmen aktiv an der Wissensproduktion teil, wodurch sie zu zentralen Akteuren in der Bildung menschlicher Subjektivität werden. Auf Grundlage einer theoretischen, historischen und technischen Analyse beleuchtet die Arbeit anschließend zentrale aktuelle Debatten um genAI, untersucht die Bedingungen der Wissensproduktion in Transformer-Architekturen, die Dynamiken der Mensch–Maschine-Interaktion, die Neukonfiguration von Handlungsfähigkeit sowie konkurrierende Entwicklungsparadigmen solcher Modelle. Unter Rückgriff auf Gilles Deleuze’ und Félix Guattaris Projekt \enquote{Kapitalismus und Schizophrenie} mobilisiert die Arbeit Konzepte wie Wunschproduktion, Schizoanalyse und Nomadologie, um ein theoretisches Gerüst zu entwickeln, das neu denken lässt, wie generative Infrastrukturen und Mensch–Maschine-Relationen in divergente, nicht-sedimentierte Formationen überführt werden können. In Kombination mit experimentellen Eingriffen in das Modellverhalten argumentiert die Studie, dass Möglichkeiten für Kritik und Widerstand immanent innerhalb generativer Systeme und ihrer kommunikativen Dynamiken entstehen. Anhand von Interventionen wie Gewichtsverstärkung, künstlicher Neugier und Gegen-Sequenzierung zeigt die Arbeit, wie sich generative Dispositive umnutzen lassen, um divergente Potenziale zu aktivieren, und entwickelt damit ein mikropolitisches Rahmenkonzept für Kritik und Widerstand.
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\subsection*{Acknowledgements}\par
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\footnotesize This thesis owes special thanks to my supervisor Mag. Dr. Sergej Seitz for his continuous support, patience, and incisive insights during the process of research and writing. I am also deeply grateful to Mag. Dr. Christoph Hubatschke for his generous offer to take the role as co-supervisor, his critical feedback and inspiring ideas that shaped many pivotal conceptual moves in this work. Finally, I wish to thank Assoz. Prof. Dr. Fabio Wolkenstein for his assistance in the early conceptualisation of this research topic and for the valuable guidance that helped clarify and refine its theoretical orientation.
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\footnotesize \textit{To my son Jonas, and my sister Bahar...}
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% \footnotesize Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Kritik und Widerstand im Kontext der rasant zunehmenden Präsenz von Generativer Künstlicher Intelligenz (genAI) neu theoretisiert werden können, indem diese Systeme zunächst innerhalb von Gilles Deleuze’ Konzept der Kontrollgesellschaften verortet werden. In diesem Rahmen treten klassische Institutionen zugunsten rechnergestützter Infrastrukturen zurück, die durch personalisierte, flexible und kontinuierliche Modulation operieren und so das Feld neu gestalten, in dem sich Prozesse der Subjektivierung entfalten. Frühere KI-Systeme zeigten bereits eine auffällige Ähnlichkeit zur Formulierung von Kontrolle durch prädiktive Relevanzzuweisung und verhaltensbezogene Personalisierung; zeitgenössische genAI-Modelle gehen mit ihren neuartigen Fähigkeiten jedoch einen Schritt weiter und nehmen aktiv an der Wissensproduktion teil, wodurch sie zu zentralen Akteuren in der Bildung menschlicher Subjektivität werden. Auf Grundlage einer theoretischen, historischen und technischen Analyse beleuchtet die Arbeit anschließend zentrale aktuelle Debatten um genAI, untersucht die Bedingungen der Wissensproduktion in Transformer-Architekturen, die Dynamiken der Mensch–Maschine-Interaktion, die Neukonfiguration von Handlungsfähigkeit sowie konkurrierende Entwicklungsparadigmen solcher Modelle. Unter Rückgriff auf Gilles Deleuze’ und Félix Guattaris Projekt \enquote{Kapitalismus und Schizophrenie} mobilisiert die Arbeit Konzepte wie Wunschproduktion, Schizoanalyse und Nomadologie, um ein theoretisches Gerüst zu entwickeln, das neu denken lässt, wie generative Infrastrukturen und Mensch–Maschine-Relationen in divergente, nicht-sedimentierte Formationen überführt werden können. In Kombination mit experimentellen Eingriffen in das Modellverhalten argumentiert die Studie, dass Möglichkeiten für Kritik und Widerstand immanent innerhalb generativer Systeme und ihrer kommunikativen Dynamiken entstehen. Anhand von Interventionen wie Gewichtsverstärkung, künstlicher Neugier und Gegen-Sequenzierung zeigt die Arbeit, wie sich generative Dispositive umnutzen lassen, um divergente Potenziale zu aktivieren, und entwickelt damit ein mikropolitisches Rahmenkonzept für Kritik und Widerstand.
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